Nullnummer auch im dritten Anlauf: Füchse unterliegen in Graz mit 28:34!

17. September 2021 | von Philipp Schwarz

Auch im Derby in Graz war für die BT Füchse Auto Pichler nichts zu ernten: Nach heroischem Kampf müssen sich die Obersteirer bei der HSG Holding Graz letztlich klar mit 28:34 geschlagen geben!

Dabei begann die Partie ganz nach dem Geschmack der Füchse-Fans: Ihre Mannschaft startete wie aus der Pistole geschossen, nach neun Minuten lag man bereits mit drei Toren (6:3) voran. Die Heimischen ließen sich aber nicht abschütteln, erzielten nach 17 Minuten schon den Ausgleich zum 8:8. In der Folge entwickelte sich eine rassige, spannende und kampfbetonte Partie – ein typisches Derby eben. Außer vom überragenden Anze Ratajec (sieben Volltreffer allein in der ersten Halbzeit!) war im Aufbau der Füchse allerdings relativ wenig zu sehen, dennoch blieb die Partie bis zur Pause spannend: Erst mit der Sirene ging die HSG aus einem Freiwurf mit 16:15 in Führung.

Kam erst in der zweiten Halbzeit auf Touren: Adam Seferovic

Auch nach dem Seitenwechsel entwickelte sich zunächst ein offener Schlagabtausch, der auch im Zeichen der Torhüter stand: Ex-Brucker Leo Nikolic im Tor der Grazer zeigte einige tolle Paraden, aber auch sein Gegenüber Matthias Meleschnig zeigt im Füchse-Tor, warum er in die Obersteiermark geholt wurde. So blieb die Partie weiter offen. Der Knackpunkt war wohl in der 43. Minute, als die Füchse bei 21:24 mit zwei Mann mehr am Parkett standen. Statt aber den Rückstand verkürzen zu können, kassierte man sogar ein Gegentor! Damit war die Partie vorentschieden. Zwar sprangen für Ratajec, bei dem verständlicherweise die Kräfte nachließen, letztlich Kapitän Martin Breg und Neuerwerbung Adam Seferovic – der erstmals seine Klasse aufblitzen ließ – als Torschützen ein. Der Rückstand konnte aber kaum mehr verkürzt werden, so setzte es auch beim dritten Antreten eine klare 28:34-Niederlage!

Hängende Köpfe bei den Füchsen nach der Derby-Niederlage...

„Natürlich eine bittere Niederlage“, sah es Füchse-Geschäftsführer Karl-Heinz Weiland, „die Partie hätte in der ersten Halbzeit genauso gut in die andere Richtung kippen können. Aber natürlich haben wir uns schwer getan, unsere beiden Ausfälle im Aufbau weg zu stecken.“ Auch die vermasselten Überzahlspiele kritisierte Weiland: „Aber Graz ist natürlich eine eingespielte Mannschaft! Dazu kamen dann noch einige strittige Schiri-Entscheidungen. Letztlich haben wir uns aber dennoch gut verkauft. Jetzt heißt es abputzen und nach vorne schauen. Der Weg stimmt, jetzt konzentrieren wir uns auf das nächste Spiel gegen Vöslau. Hoffentlich gelingt dann vor eigenem Publikum der Befreiungsschlag...“