Geschafft! Wir sind MEISTER!!!

03. Juni 2021 | von Philipp Schwarz

Packendes zweites Finale: Mit einem 33:30 n. V. sichern sich die BT Füchse Auto Pichler den Titel in der spusu CHALLENGE!

Pfff... das war knapp! Dabei begann das zweite Finalspiel gegen roomz JAGS Vöslau programmgemäß: Thomas Tremmel brachte sein Team schon in der ersten Spielminute in Führung. Da wusste freilich noch keiner, dass das auch schon die letzte Führung in der ersten Spielhälfte sein sollte. Die Heimischen präsentierten sich wie ausgewechselt im Vergleich zum ersten Spiel, agierten sicher um eine Klasse besser! Und unser Team zeigte sich im Vergleich zum Heimspiel nicht von der Schokoladen-Seite: Die spielerische Leichtigkeit im Abschluss war abhanden gekommen, zudem hatten beide Füchse-Goalies hinter einer wenig konsequenten Defensive kein leichtes Spiel und agierten in dieser Phase nicht in Bestform. Auf der Gegenseite war insbesondere Raphael Muck nicht in den Griff zu bekommen, und Tormann Felix Friedel im Tor zog der Füchse-Offensive den Nerv. Zur Pause lag unsere Mannschaft bereits mit 12:16 zurück.

Peitschte sein Team in der zweiten Hälfte wieder nach vorne: Kapitän Martin Breg!

Nach dem Seitenwechsel schien sich zunächst wenig zu ändern: Vöslau konnte sogar noch zulegen, zog bis zur 39. Spielminute auf 21:15 davon. Aber statt den Kopf in den Sand zu stecken, sich dem drohenden Schicksal zu ergeben, fighteten die Füchse zurück: Mit einem 5:0-Lauf gelang es wieder, bis auf ein Tor (21:20) heran zu kommen. Die mitgereisten Füchse-Fans witterten doch wieder eine Meisterfeier, auch wenn es lange nicht danach ausgesehen hatte! Zwar konnte Vöslau den Vorsprung noch einmal auf drei Tore ausbauen (23:20), doch die Füchse dachten keine Sekunde daran, aufzugeben. Angetrieben von Kapitän Martin Breg – kein Torerfolg in der ersten Hälfte, dafür acht (!) Treffer in der zweiten – peitschte seine Mannschaft nach vorne. Die Schlussphase verlief schließlich in allerbester Hitchcock-Manier: Nach 57 Minuten gelang Paul Offner dann sogar der Ausgleich! Die letzten beiden Spielminuten mussten dann die Füchse sogar mit einem Mann weniger bestreiten, dennoch gelang erneut durch Tremmel sogar die erstmalige Führung seit dem 0:1. Nach dem Ausgleich von Vöslau zehn Sekunden vor Schluss zum 27:27 musste eine Verlängerung her.

Spielte insbesondere im engen Finish seine ganze Routine aus: Mario Maretic!

Erst da setzte sich dann endgültig die Routine der Radischnig-Truppe durch: Tormann Luka Marinovic zeigte sich wieder von seiner Sonnenseite, und Mario Maretic sowie Martin Breg sorgten für eine 31:28-Führung nach den ersten fünf Minuten der Verlängerung. Und die ließen sich die Füchse auch nicht mehr nehmen, entschieden die Partie letztlich mit 33:30 für sich! Dann brachen alle Dämme, der Meistertitel war geschafft!!!

„Pfff... Ein schweres Stück Arbeit“, atmete auch Füchse-Boss Heinz Rumpold durch. „Vöslau hat von Beginn an alles hinein geworfen, wollte unbedingt ein drittes Spiel erzwingen. Und wir haben die erste Hälfte praktisch verschlafen.“ Ausschlaggebend war für Rumpold schließlich auch die Routine seiner Truppe: „Wir haben dann im richtigen Moment nachlegen können. Vöslau hat doch viele junge Spieler, bei denen schließlich die Nerven blank lagen. Ungewohnt viele technische Fehler, die das ganze Spiel zuvor kaum passiert sind. Außerdem hatte Vöslau mit dem Viertelfinale doch zwei Spiele mehr als wir, letztlich waren wir im Finish dann doch die frischere Mannschaft!“ Sein Dank gilt aber auch den beiden Trainern, die den Erfolg erst möglich gemacht haben: „Dino Poje hat dafür den Grundstein gelegt. Jürgen Radischnig hat dann die schwierige Rolle übernommen und mit der Mannschaft Favorit Hollabrunn hinter sich gelassen. Beiden ein ganz großes Dankeschön!“

Und das Gefühl, nach dem letzten Spiel auch noch eines der frischgedruckten Meister-Leibchen überziehen zu können, beschreibt der Füchse-Boss so: „Ein wunderschönes Gefühl zum Abschluss einer tollen Saison: Unsere Damen haben es bis zum Semifinale geschafft, damit auch ein Ticket für den Europacup gelöst! Und nach dem Aufstieg unserer Herren-Mannschaft heute auch noch den Titel geholt! Herz, was willst du mehr...“