Füchse zwingen die HSG Bärnbach Köflach mit 24:22 in die Knie!

09. Oktober 2021 | von Philipp Schwarz

Nichts für schwache Nerven: BT Füchse Auto Pichler setzen sich in einem hochdramatischen Derby gegen die HSG XeNTiS Bärnbach/Köflach knapp durch. 

Die leichte Verunsicherung nach dem eher durchwachsenen Saisonstart war beiden Mannschaften zu Spielbeginn klar anzumerken. Zwar gingen die Gäste nach 30 Sekunden in Führung, dann aber bewies einmal mehr Luka Marinovic im Füchse-Tor, dass er noch nichts verlernt hat. So entwickelte sich eine abwechslungsreiche und ausgeglichene erste Spielhälfte: Keiner Mannschaft gelang es, sich abzusetzen, die Partie wogte hin und her. Für den Pausenstand sorgte dann ausgerechnet auch der Füchse-Tormann: War Marinovic kurz zuvor mit einem Wurf auf's leere Tor noch an der Latte gescheitert, so war der zweite Versuch erfolgreich: 12:10 – die Halle stand erstmals Kopf!

Spielte wieder eine tolle Partie: Adam Seferovic

Auch im zweiten Spielabschnitt war zunächst alles offen: Nach 40 Minuten hatten die Gäste wieder den Gleichstand geschafft (16:16). Und als die Partie beinahe zu kippen drohte, spielte erneut Marinovic seine ganze Klasse aus. Vorne wie hinten rackerte das gesamte Team, Anze Ratajec und Adam Seferovic (je fünf Treffer) spielten die gesamte Partie durch. Und am Kreis konnte sich Luca Plassnig (wurde auch zum besten Spieler gekürt!) immer wieder in Szene setzen. So gelang es der Teras-Truppe, sich bis zur 50. Minute auf 21:17 abzusetzen. Doch der Sieg war noch nicht im Trockenen, die Gäste wehrten sich mit allen Kräften gegen die Niederlage und kamen bis auf 22:21 heran. Erst mit dem 24:21 durch Thomas Kuhn durften die Füchse-Fans durchatmen. In der Schlussminute hielt es schließlich niemand mehr auf seinem Platz, unter standing ovations feierten die BT Füchse nach einer rassigen Partie schließlich einen verdienten 24:22-Sieg.

„Pfff... Ein prächtiges und spannendes Derby“, atmete auch Marinovic nach der Schlusssirene erleichtert durch. „Wir wussten, dass es heute schwer wird und haben auch nicht sehr gut begonnen. Aber eine tolle Kulisse, eine ausgezeichnete Stimmung haben uns immer wieder nach vorne gepeitscht! Mit dem einen oder anderen Ball hatten wir sicher auch das Glück des Tüchtigen, schließlich haben wir aber verdient gewonnen.“ Auch mit seiner eigenen Leistung durfte der Füchse-Goalie zufrieden sein: „Ich hatte ja eigentlich schon aufgehört, aber nachdem unser Nummer-Eins-Tormann verletzt ausgefallen ist, habe ich natürlich gerne ausgeholfen. Und ich bin froh, dass es wieder so gut geklappt hat“, strahlte Marinovic nach dem Derby-Sieg über beide Ohren!