BT Füchse Auto Pichler schleichen in Atzgersdorf nach einer 32:41-Niederlage vom Parkett!

22. Mai 2021 | von Philipp Schwarz

Schwarzer Tag für die BT Füchse: Nach den Damen, die bei Hypo NÖ eine glatte Abfuhr hinnehmen mussten, blühte danach auch den Herren ein ähnliches Schicksal. Dabei verlief die Anfangsphase noch ausgeglichen, bis zum 7:7 in der 12. Minute war alles offen. Danach präsentierte sich aber die Defensive der Füchse offen wie ein Scheunen-Tor, nicht annähernd so konsequent wie gewohnt! Die Füchse ermöglichten den Wienern viel zu viele leichte Tore, auch Füchse-Goalie Luka Marinovic hatte nicht seinen besten Tag erwischt. So ging es Schlag auf Schlag, mit der Pausensirene stand schon ein 17:13 für Atzgersdorf auf der Anzeigetafel.

Auch Atgersdorf agierte nicht gerade zimperlich, die Strafen kassierten aber vorwiegend die Füchse!

Nach dem Seitenwechsel schien die Abwehr der Füchse etwas gefestigter, dafür klemmte es jetzt im Abschluss. Zahlreiche Fehlwürfe prägten da das Spiel der Obersteirer. Hinzu kamen zahlreiche, oft kurios anmutende Zeitstrafen gegen die Gäste. Sebastian Spendier und später auch Mario Maretic mussten gar schon vorzeitig unter die Dusche. Somit wurde auch jeder Ansatz einer Aufholjagd im Keim erstickt. Im Gegenteil: Atzgersdorf konnte den Vorsprung immer weiter ausbauen. Die Abwehr zeigte sich weiter löchrig wie ein Schweizer Käse, auch ein Torhüterwechsel brachte nicht den gewünschten Erfolg. Am Spielverlauf änderte sich gar nichts. Mit dem Endstand von 41:32 für die Heimischen schlichen die Füchse schließlich in die Kabinen. Die erste Saisonniederlage gegen Atzgersdorf fiel also auch noch recht deftig aus...

„Heute ist einfach von Anfang an alles schief gegangen, was nur schief gehen kann“, war auch Geschäftsführer Karl-Heinz Weiland die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. „Wir haben in der gesamten Saison nie auch nur annähernd so viele Tore hinnehmen müssen wie heute. Unerklärlich, wie so etwas passieren konnte!“ Dabei konnte man mit der Offensive zumindest in der zweiten Halbzeit durchaus zufrieden sein: „Wenn du auswärts mehr als 30 Tore machst, sollte das im Normalfall reichen. Aber wenn dann die Defensive kollektiv versagt, auch die Torleute schwach spielen, kann so etwas eben passieren.“ Auch mit den Schiedsrichtern haderte Weiland: „Wir haben gefühlt ständig mit einem Mann weniger spielen müssen! Wenn dann noch nahezu jeder Körperkontakt mit einem Siebenmeter gegen uns geahndet wird, ist es natürlich schwer. In Summe ein ganz bitterer Abend!“ 

Jetzt wird also ein Entscheidungsspiel am Mittwoch notwendig. Auch wenn man das entscheidende dritte Spiel unbedingt vermeiden wollte: Wenn man der Niederlage auch etwas positives abgewinnen will, dann dass der Einzug ins Finale und damit der Aufstieg jetzt in der eigenen Halle und vor den eigenen Fans gelingen soll!